Die besten Börsenstrategien im Dauertest

Dieser Dauertest zeigt Ihnen, was Börsenstrategien wirklich leisten. Dauertest bedeutet, dass wir mehr als 50 Börsenstrategien langfristig bis ins Jahr 2000 zurück berechnet haben und die Anlageergebnisse jeden Monat aktualisieren. So können Sie die Entwicklung aller Börsenstrategien regelmäßig nachvollziehen und vergleichen.

Das Strategie-Factsheet fasst alle wichtigen Informationen zu einer Börsenstrategie für Sie zusammen. Mit dem Strategie-Rating veranschaulichen wir die Chancen und Risiken in einem leicht verständlichen 5-Sterne-System. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Börsenstrategien nach ihrem Strategie-Ansatz, wie Dividende, Multi-Strategie, Rebalancing, Relative Stärke, Saisonalität und Trendfolge gruppiert. Ergänzend wurde der grundlegende Ansatz ausführlich erläutert.

Der Einsatz von mechanischen Börsenstrategien wurde bereits 1949 von Benjamin Graham in seinem legendären Werk „The Intelligent Investor“ empfohlen. Er stellte in seinem Buch sichere und zugleich renditestarke Anlagestrategien speziell für Privatanleger vor. Graham hatte früh erkannt, wie negativ sich menschliche Emotionen auf das Anlageergebnis auswirken und riet zum Einsatz mechanischer Anlagestrategien.

James P. O'Shaughnessy sorgte mit seinem Buch „What Works on Wall Street: A Guide to the Best-Performing Investment Strategies of All Time“ im Jahr 1996 dafür, dass die Nutzung von regelbasierten Anlagestrategien in den USA immer populärer wurde. Einige Jahre später griffen auch deutschsprachige Finanzmagazine das Thema auf und veröffentlichten seitdem in unregelmäßigen Abständen Tests von Börsenstrategien mit teilweise spektakulären Ergebnissen. Allerdings werden dabei immer wieder andere Börsenstrategien getestet. Auch der Testzeitraum und die Testkriterien sind meist sehr unterschiedlich und nur schwer vergleichbar.

In unserem Dauertest können natürlich nur Börsenstrategien aufgenommen werden, die nach festen vordefinierten Regeln funktionieren, denn nur damit lassen sich realistische Strategietests mit Vergangenheitsdaten durchführen. Da wir leider keine Zeitmaschine oder eine Kristallkugel haben, die uns die Zukunft vorhersagt, sind Tests und Simulationen das Beste was wir derzeit haben. Daher sollten wir diese nutzen, auch wenn es keine Garantie gibt, dass die Strategien in der Zukunft genauso funktionieren wie in der Vergangenheit. Auch die Erfahrungen der oft zitierten „Experten“ beruhen letztlich auf Vergangenheitsdaten. Sie haben wahrscheinlich aus ihren Fehlern in der Vergangenheit gelernt. Mit computergestützten Strategietests und Simulationen lernt man schnell und effektiv, Fehler zu erkennen bevor man dafür zahlen muss.

Die Top-10-Strategien mit den höchsten Renditen

Turtle-Investor mit 5 HDAX-Aktien

Strategie-Ansatz: Trendfolge

Rendite seit 2000 +3.342,59 %

Chance

Risiko

Relative Stärke nach Levy mit 10 HDAX-Aktien

Strategie-Ansatz: Relative Stärke

Rendite seit 2000 +2.527,72 %

Chance

Risiko

Momentum-Jäger mit 10 HDAX-Aktien

Strategie-Ansatz: Relative Stärke

Rendite seit 2000 +2.373,40 %

Chance

Risiko

16-Wochen-Strategie mit LevDAX-ETF

Strategie-Ansatz: Saisonalität

Rendite seit 2000 +2.128,87 %

Chance

Risiko

Multi-Strategie Deutschland Aktien+ETF

Strategie-Ansatz: Multi-Strategie

Rendite seit 2000 +2.051,56 %

Chance

Risiko

AktienInvestor DAX und MDAX

Strategie-Ansatz: Multi-Strategie

Rendite seit 2000 +1.156,35 %

Chance

Risiko

Saisonale Strategie MDAX-ShortDAX-DAX

Strategie-Ansatz: Saisonalität

Rendite seit 2000 +633,61 %

Chance

Risiko

Strong Dogs of the DAX

Strategie-Ansatz: Dividende

Rendite seit 2000 +534,00 %

Chance

Risiko

Globale Trendfolge mit nur 2 ETFs

Strategie-Ansatz: Trendfolge

Rendite seit 2000 +486,23 %

Chance

Risiko

16-Wochen-Strategie mit DAX-ETF

Strategie-Ansatz: Saisonalität

Rendite seit 2000 +470,36 %

Chance

Risiko

Dividende

Bei einer Dividendenstrategie wird bevorzugt in niedrig bewertete Aktien investiert. Es handelt sich dabei um eine einfache Spielart des Value-Investing. Es ist sicher ein Traum vieler Anleger, eine unterbewertete Aktie zu kaufen und dann abzuwarten bis auch die anderen Anleger diese Unterbewertung erkennen und dann durch ihre Käufe die Kurse nach oben bewegen bis die Aktie ihren „fairen“ Preis erreicht hat.

Mit einer Dividendenstrategie investieren Sie eher in „langweilige“ Aktien mit solidem Geschäftsmodell, das regelmäßig Gewinne einfährt und die Zahlung einer hohen Dividende ermöglicht. Wachsums-Aktien mit viel Phantasie im Kurs, wo die Gewinnerzielung noch in ferner Zukunft liegt, gehören nicht zu den bevorzugten Kaufkandidaten.

Als Väter dieses Ansatzes gelten Benjamin Graham und Michael B. O’Higgins. Auf Benjamin Graham dürfte wohl die grundlegende Idee zurückgehen, während Michael B. O’Higgins mit seinem Buch die Auswahl von Aktien nach der Höhe der Dividendenrendite populär gemacht hat. Bereits 1934 legte Benjamin Graham mit seinem Buch „Security Analysis“ den Grundstein für die fundamentale Analyse und das Value-Investing. 1949 stellte Graham in seinem legendären Werk „The Intelligent Investor“ sichere und zugleich renditestarke Anlagestrategien, speziell für Privatanleger, vor. Im Vorwort zu Grahams Buch, gibt Warren Buffett den Ratschlag: „Ihre Aufgabe ist es, Ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten.“ Graham hatte früh erkannt, wie negativ sich menschliche Emotionen auf das Anlageergebnis auswirken und riet zum Einsatz mechanischer Anlagestrategien.

Seine Empfehlung: Privatanleger sollten regelmäßig in bis zu 10 niedrig bewertete Aktien aus dem Dow Jones Index investieren und diese für mindestens ein Jahr halten. 1991 veröffentlichte Michael B. O'Higgins in seinem Buch „Beating the Dow“ eine der ersten Dividendenstrategien. Er wies nach, wie einfach und vielversprechend es ist, in die ungeliebten Werte — die „Hunde“ — des Dow Jones Industrial Index zu investieren. Das Finanzmagazin Barron's taufte die Strategie später „Dogs of the Dow“.

Ein gebräuchlicher Weg, niedrig bewertete Aktien zu finden, führt über die Dividendenrendite. Dabei ist die Dividende der Teil des Gewinns einer AG, der an die Aktionäre ausgeschüttet wurde. Die Dividendenrendite setzt die Ausschüttung ins Verhältnis zum Aktienkurs. Dividendenrendite = Dividende / Aktienkurs × 100. Mit Hilfe der Dividendenrendite können Sie unterschiedliche Aktien vergleichen und niedrig bewertete Titel herauszufiltern.

Strong Dogs of the DAX

Rendite seit 2000 +534,00 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Dogs of the Dow

Rendite seit 2000 +212,76 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Small Dogs of the Dow

Rendite seit 2000 +197,88 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Kauf-Halte-Strategien mit Aktien-, Anleihen und Rohstoff-ETFs

Diese Kauf-Halte-Strategien sollen Ihnen einen Überblick geben, welche Rendite und auch welche Risiken zu erwarten sind, wenn Sie Ihr Geld am Anfang der Testperiode in ein ETF auf einen bekannten Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffindex investiert und bis heute gehalten hätten.

Die Börsenlegende André Kostolany sagte einmal: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ Diese Börsenweisheit des Altmeisters ist wohl einer der am häufigsten zitierten Sprüche und beschreibt die Vorgehensweise bei einer Kauf-Halte-Strategie sehr anschaulich. André Kostolany war sicher kein Verfechter eines derart passiven Anlagestils. Er wollte vielmehr damit zum Ausdruck bringen, dass Aktien auf lange Sicht eine gute Kapitalanlage sind und dass sich Anleger an der Börse nicht von Ihren Gefühlen leiten lassen sollten. Wenn Panik an der Börse ausbricht sind Schlaftabletten sicher eine Möglichkeit, um nicht in Panik zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen.

Eine Alternative zu den Schlaftabletten sind allerdings feste vordefinierte Anlageregeln, die einem den Weg weisen, wenn es an der Börse auch einmal ungemütlich wird. Die folgenden Kauf-Halte-Strategien zu verschieden Anlageinstrumenten sollen Ihnen verdeutlichen, wie viel Sie mit einer so passiven Anlagestrategie an Rendite erzielt hätten, aber auch wie viel Sie verloren hätten, wenn Sie zum falschen Zeitpunkt aufgewacht wären. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit den aktiveren Anlagestrategien, die sicher etwas mehr Arbeit bedeuten, aber dafür viele Vorteile bieten.

Für die Umsetzung derart einfacher Strategien ist ein Anlageroboter wie der RoboVisor sicher nicht erforderlich, daher bieten wir für die Kauf-Halte-Strategien nur die Ermittlung der historischen Anlageergebnisse und nicht die Umsetzung mittels Handelssignalen an.

Aktien Deutschland LargeCaps mit DAX-ETF

Rendite seit 2000 +83,15 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Aktien Deutschland MidCaps mit MDAX-ETF

Rendite seit 2000 +531,91 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Aktien Europa mit Stoxx 600-ETF

Rendite seit 2000 +69,44 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Aktien USA mit S&P 500-ETF

Rendite seit 2000 +153,92 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Rohstoffe mit CRB-ETF

Rendite seit 2000 -23,45 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Rohstoffe mit Gold-ETF

Rendite seit 2000 +255,93 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Zinsanlage Deutschland Geldmarkt mit Eonia-ETF

Rendite seit 2000 +37,28 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Zinsanlage Deutschland 10j Staatsanleihen mit REX 10j-ETF

Rendite seit 2000 +180,48 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Aktien Deutschland SmallCaps mit SDAX-ETF

Rendite seit 2000 +303,34 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Warren Buffett's Investmentholding

Rendite seit 2000 +438,29 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Makroindikator

G classic Börsenindikator mit DAX-ETF

Rendite seit 2000 +402,30 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Multi-Strategie

Bei den Multi-Strategien werden verschiedene Strategieansätze wie Trendfolge, Relative Stärke, Dividende und Saisonalität zu einem Strategie-Portfolio kombiniert. Dadurch werden die Risiken nicht nur auf mehrere Aktien und Anlageklassen diversifiziert, sondern auch auf Strategien nach unterschiedlichen Ansätzen verteilt.

Auch Strategien mit einem langfristigen positiven Erwartungswert weisen temporäre Schwächephasen auf. Außerdem haben die unterschiedlichen Ansätze auch spezifische Stärken und Schwächen, die von der jeweiligen Börsenphase abhängig sind. Wenn Sie nun mehrere Strategien nach unterschiedlichen Ansätzen parallel betreiben, erhalten Sie bei einer intelligenten Kombination ein deutlich besseres Chance-Risiko-Profil.

Sie bekommen zwar etwas mehr zu tun, weil mehr Strategien auch meist mehr Positionen im Depot und auch mehr Transaktionen bedeuten, aber die Diversifikation über mehrere Strategien sorgt dafür, dass sich ihr Kapital viel stetiger nach oben entwickelt. Das sorgt für weniger Stress und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die erwartete Rendite langfristig auch erreicht wird.

AktienInvestor DAX und MDAX

Rendite seit 2000 +1.156,35 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Multi-Strategie Deutschland Aktien+ETF

Rendite seit 2000 +2.051,56 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Pantoffel-Strategien mit Rebalancing: Die FinanzTest-Methode

Im Jahr 2013 stellte die Stiftung Warentest erstmals die Pantoffel-Portfolios in ihrer Zeitschrift „FinanzTest“ vor. Seitdem wird in unregelmäßigen Abständen über diese Anlagestrategie mit hohem Bequemlichkeitsfaktor berichtet. Auch in der einschlägigen Fachpresse wird dieses Anlagekonzept häufig aufgegriffen und meist positiv beurteilt.

Die Pantoffel-Portfolios nach der Finanztest-Methode sind eine Abwandlung der „Coach-Potatos“-Strategie für deutsche Anleger. Scott Burns stellte seine Couch-Potato-Strategie erstmals 1991 in seiner Kolumne in den „Dallas Morning News“ vor. Dabei empfahl er, das Kapital je zur Hälfte in ein ETF mit US-Aktien und ein ETF mit US-Anleihen zu investieren und regelmäßig zu rebalancieren.

Bei den Pantoffel-Portfolios wird das Anlagekapital ebenfalls auf die beiden Anlageklassen Aktien und Anleihen in Abhängigkeit von der Risikoneigung des Anlegers verteilt. Dabei steht die Anlageklasse der Aktien für hohe Rendite, aber auch für starke Kursschwankungen und damit für einen höheren Stressfaktor. Die Anlageklasse der Anleihen steht hingegen für mehr Sicherheit, geringere Kursschwankungen und weniger Stress, aber auch weniger Rendite.

Die Pantoffel-Portfolios bestehen aus einem Renditebaustein (Aktien) und einem Sicherheitsbaustein (Zinsanlagen), die sich je nach Risikobereitschaft unterschiedlich mischen lassen. In ihrer einfachsten Form sind sie mit jeweils einem ETF auf Aktien und einem ETF auf Staatsanleihen umsetzbar.

Nach der Gewichtung des Renditebausteins werden drei Risikostufen beschrieben. Beim Pantoffel-Portfolio 25 ist die Aktie mit 25% und die Zinsanlagen mit 75% gewichtet. Beim Pantoffel-Portfolio 50 sind beide Bausteine gleich gewichtet und beim Pantoffel-Portfolio 75 werden die Aktien mit 75% übergewichtet.

Die Experten von FinanzTest definieren eine Reihen von Musterdepots, die unterschiedliche Anlageregionen abbilden und jeweils in den drei Risikoabstufungen kombiniert werden. So investieren Sie beispielsweise mit der „Deutschland-Pantoffel 25“-Strategie mit 25% des Anlagekapitals in ein ETF auf deutsche Aktien, mit der „Europa-Pantoffel 50“-Strategie mit der Hälfte des Anlagekapitals in ein ETF auf europäische Aktien. Mit der „Welt-Pantoffel 75“-Strategie legen Sie 75% des Kapitals in ein ETF an, das weltweit die Entwicklung von Aktien aus den Industriestaaten abbildet.

Für den Sicherheitsbaustein wird immer ein ETF auf Staatsanleihen aus dem Euroraum oder ein Geldmarkt-ETF empfohlen, um Währungsschwankungen auszuschließen. Wir verwenden in unserem Test ein ETF, welches die Entwicklung 10-jähriger deutscher Staatsanleihen nachbildet und mit einem ETF auf den Bund Future einfach und kostengünstig investierbar ist.

Bei diesem Ansatz für bequeme Anleger wird nicht in einzelne Aktien oder Anleihen investiert, sondern die Umsetzung mit ETFs, börsennotierten Indexfonds, vorgenommen. Sollte sich die Struktur des Pantoffel-Portfolios aufgrund unterschiedlicher Wertentwicklung des Rendite- und des Sicherheitsbausteins zu stark verschoben haben, wird ein Rebalancing durchgeführt. In diesem Fall meldet sich unser Robo-Advisor bei Ihnen und teilt mit, wie Sie die Zielstruktur wieder herstellen können. Natürlich müssen Sie dafür eine der angebotenen Pantoffel-Strategien gestartet haben.

Rebalancing bedeutet das regelmäßige Wiederherstellen einer vorgegebenen Struktur eines Portfolios. Es ist ein antizyklischer Ansatz, da die Bestandteile des Portfolios, die gefallen sind, wieder nachgekauft und die gestiegenen Bestandteile verkauft werden, bis die Zielstruktur wieder erreicht ist. Weil das Rebalancing oft nur einmal im Jahr durchgeführt werden muss, ist diese Strategie sehr pflegeleicht.

Rebalancing unterstellt, dass alle Bestandteile des Portfolios langfristig an Wert gewinnen. Ist das nicht der Fall, würden Sie regelmäßig Geld in einen Bestandteil Ihres Portfolios verlagern, der immer weiter verfällt. Der japanischen Aktienindex „Nikkei225“ ist ein gutes Beispiel, dass ein Aktienmarkt über mehr als 20 Jahre (1989 – 2009) überwiegend fallen kann. Das würde jeden Anwender dieses Ansatzes auf eine harte Probe stellen. Die aktuellen historisch niedrigen Zinsen sind für diesen relativ statischen Ansatz ein sehr ungünstiges Umfeld.

In den letzten zwei Jahrzehnten sorgen immer weiter fallende Zinsen dafür, dass die Anleihenkurse mit nur kurzen Unterbrechungen nur gestiegen sind. Doch seit einiger Zeit nähern sich die Zinsen dem Nullpunkt oder sind sogar negativ. Das hat zur Folge, dass die laufenden Zinserträge sehr niedrig sind und auch kaum mit steigenden Anleihenkursen in Folge weiter sinkender Zinsen zu rechnen ist. Statt risikoarmem Zinsertrag erhält der Anleger heute zinsloses Risiko. Sollten die Zinsen doch einmal wieder längere Zeit steigen, würden dadurch die gehaltenen Anleihen im Kurs sinken. Dann könnte sich der Sicherheitsbaustein im Portfolio als eigentlicher Risikofaktor erweisen.

Pro

  • Diversifikation über Anlageklassen
  • Sehr pflegeleichter Ansatz, weil das Rebalancing oft nur einmal im Jahr durchgeführt wird.
  • Kostengünstig mit ETFs umsetzbar

Contra

  • Rebalancing unterstellt, dass alle Bestandteile des Portfolios langfristig an Wert gewinnen.
  • Die vermeintlich sicheren Varianten haben einen hohen Anleihen-Anteil. Probleme im Nullzins-Umfeld und bei wieder steigenden Zinsen sind hier vorprogrammiert.
  • Trotz Rebalancing gibt es Phasen mit hohen zwischenzeitlichen Wertverlusten
Deutschland-Pantoffel 25 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +180,52 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Deutschland-Pantoffel 50 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +160,77 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Deutschland-Pantoffel 75 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +120,68 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 25 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +149,37 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 50 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +104,55 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 75 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +66,73 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Gold-Pantoffel 75 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +161,29 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Rohstoff-Pantoffel 50 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +127,44 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Tiger-Pantoffel 50 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +162,82 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 25 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +168,38 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 50 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +147,67 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 75 mit Rebalancing

Rendite seit 2000 +109,02 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Pantoffel-Strategien mit 200-Tage-Durchschnitt

Als trendfolgende Alternative zum antizyklischen Rebalancing bei der Pantoffel-Strategie nach der FinanzTest-Methode bietet sich der Einsatz des 200-Tage-Durchschnitts an. Die 200-Tage-Linie gehört zu den Klassikern in der Technischen Analyse und wird seit mehr als 60 Jahren eingesetzt. Jeder Börsianer sollte schon mal von diesem aus der Statistik stammenden Verfahren zur mittel- bis langfristigen Trendbestimmung gehört haben.

Bei der Berechnung werden die Schlusskurse der 200 vergangenen Handelstage addiert und durch 200 geteilt. Befindet sich der aktuelle Kurs oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts, haben sich die Kurse überdurchschnittlich gut entwickelt und wir befinden uns in einem intakten Aufwärtstrend. Das sorgt für gute Laune bei den Anlegern. Liegt der aktuelle Kurs unter dem Durchschnitt der letzten 200 Tage, befinden wir uns in einem Abwärtstrend und es herrscht Katzenjammer bei den Anlegern.

Das Überkreuzen der Durchschnittslinie wird in der Technischen Analyse als ein Signal zur Trendwende angesehen und so haben wir es auch bei unserer trendfolgenden Variante der Pantoffel-Portfolios eingesetzt.

Bei diesem Ansatz sind Sie nur dann in einem ETF auf Aktien investiert, wenn sich der Aktienmarkt oberhalb der 200-Tage-Linie im Aufwärtstrend befindet. Fällt der Kurs unter die 200-Tage-Linie, wird der Aktien-ETF verkauft und das Geld auf dem Konto oder in einem Geldmarkt-ETF geparkt. Erst wenn der Aktienmarkt wieder über seinen Durchschnitt steigt, erfolgt der Kauf eines Aktien-ETFs.

Auch bei dem Sicherheitsbaustein, den Anleihen-ETF, gehen wir nach diesem Muster vor. Das führt zwar zu etwas schlechteren Ergebnissen als bei einer Kauf-Halte-Strategie, da es im Testzeitraum nur sehr kurze Rücksetzer im Kursverlauf gab und die Anleihenkurse in Folge der andauernden Zinssenkungen immer weiter gestiegen sind. Allerdings haben wir mit der Nutzung der 200-Tage-Linie auch eine Sicherung eingebaut, falls es in Zukunft doch mal wieder zu Phasen mit anhaltend steigen Zinsen kommt. Auch wenn sich kaum noch jemand daran erinnert, so gab es in der 1990er-Jahren die letzte nennenswerte Hochzinsphase. Im Jahr 1995 lag die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen noch bei über 6% und heute bekommen Sie nicht mal 0,6% Zins für ihr Geld. Sollten einmal die Zinsen wieder auf 6% ansteigen, so bedeutet dies, dass gehaltene Anleihen stark im Kurs sinken. Dann ist es gut, wenn die 200-Tage-Linie einen Wechsel in den Geldmarkt ermöglicht und Sie so zumindest teilweise vor größeren Kursverlusten bei Anleihen bewahrt.

Ein Schwachpunkt der 200-Tage-Linie sind die vielen Fehlsignale, die entstehen, wenn der Markt seitwärts verläuft und sich kein klarer Trend ausgebildet hat. Wenn der Kursverlauf dicht an der Durchschnittslinie liegt, passiert es leicht, dass es zu einer Reihe von Fehlsignalen kommt, bevor sich der Trend etabliert hat. Das würde viele Transaktionen auslösen und den Ansatz sehr unbequem machen. Um die Fehlsignale zu reduzieren, wird nicht direkt beim Durchbruch der 200-Tage-Linie gehandelt, sondern erst wenn zusätzlich noch ein Sicherheitspuffer von 3% überwunden wurde. Beim Einstieg wird also erst dann gehandelt, wenn der Kurs mindestens 3% über der 200-Tage-Linie liegt.

Beim Verkaufssignal muss der Kurs folglich 3% unter dem Durchschnitt liegen. Die Nutzung eines Schwellwertes bei der Signalerzeugung ist ein gängiges Verfahren aus der Technischen Analyse, mit dessen Hilfe die Anzahl an Fehlsignalen reduziert wird. Allerdings führt es auch dazu, dass man etwas später handelt und somit weniger von der Trendbewegung profitiert.

Der Einsatz der 200-Tage-Linie führt zu einer dynamischen Asset-Allocation über die drei Anlageklassen Aktien, Anleihen und Geldmarkt.

Deutschland-Pantoffel 25 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +184,69 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Deutschland-Pantoffel 50 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +237,37 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 25 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +155,84 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 50 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +174,42 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Gold-Pantoffel 75 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +192,75 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Rohstoff-Pantoffel 50 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +169,25 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Tiger-Pantoffel 50 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +194,41 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 25 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +161,46 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 50 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +187,38 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Welt-Pantoffel 75 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +213,75 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Europa-Pantoffel 75 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +193,26 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Deutschland-Pantoffel 75 mit 200-Tage-Linie

Rendite seit 2000 +307,15 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Relative Stärke

Mit einer Relative-Stärke-Strategie wird systematisch in die Gewinner-Aktien der Vergangenheit investiert, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass diese Gewinner-Aktien auch in der näheren Zukunft zu den Gewinnern gehören. Das Anlagemotto lautet: Kaufe die Gewinner und verkaufe die Verlierer.

Empirische Untersuchungen zeigen, dass der Momentum-Effekt seit rund 200 Jahren am US-Aktienmarkt nachweisbar ist. Selbst Eugen Fama, der Vater der Effizienzmarkthypothese und Nobelpreisträger für Ökonomie, bezeichnet das Momentum als wichtigste Marktanomalie. Und das, obwohl nach seiner Theorie der Momentum-Effekt gar nicht existieren dürfte.

Zu den Mitbegründer der Momentum-Strategie gehört der Amerikaner Robert Levy, der schon Ende der 1960er Jahre in der Studie „The Relative Strength Concept of Common Stock Price Forecasting“ eine auf dem Momentum basierende Anlagestrategie vorstellte und anhand von 200 US-Aktien überprüfte.

Relative Stärke nach Levy mit 10 HDAX-Aktien

Rendite seit 2000 +2.527,72 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Momentum-Jäger mit 10 HDAX-Aktien

Rendite seit 2000 +2.373,40 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Saisonalität

Bei saisonalen Strategien dient der Kalender als Signalgeber. Dabei wird statistisch untersucht, ob sich bestimmte wiederkehrende Zeiträume oder Ereignisse zur Verbesserung des Anlageerfolgs nutzen lassen. Jeder Anleger hat bestimmt schon von der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away“ gehört und auch in den Medien wird regelmäßig über die Jahresend- oder Weihnachtsrallye berichtet. Beide Börsenweisheiten weisen auf wiederkehrende Muster in der Entwicklung der Aktienkurse hin, die sich in der Vergangenheit erfolgreich nutzen ließen.

Saisonalität hat an der Börse meist einen fundamentalen Hintergrund, den der Anwender ergründen sollte. Viele Dinge in unserem Leben spielen sich in wiederkehrenden Zyklen ab. Denken Sie nur an die Jahreszeiten und ihren Einfluss auf die Natur. Unser Kalender wurde nach dem Lauf der Sonne entwickelt. Die Änderung der Lichtverhältnisse beeinflusst unsere Stimmung und damit auch unsere Risikobereitschaft und das Anlageverhalten. In den Ferien fahren wir regelmäßig in den Urlaub und kümmern uns dann weniger um die Börse. Viele große Börsencrashs der letzten Jahrzehnte haben sich in den Sommermonaten ereignet.

Das kann natürlich Zufall sein, aber auch daran liegen, dass die Sommermonate ein günstiges Umfeld dafür bieten. Große Unternehmen müssen einmal im Jahr ihre Bilanz veröffentlichen und auch quartalsweise Bericht erstatten. Aber auch Fondsmanager müssen jährlich Rechenschaft ablegen und bekommen meist für jedes Kalenderjahr ein Risikobudget. Dadurch wird ihr Verhalten beeinflusst, was sich dann wieder in der Kursentwicklung niederschlägt.

Viele Privatanleger haben einen Sparplan und legen jeden Monatsanfang einen festen Betrag an. So fließt über die Fonds regelmäßig Geld in die Märkte. Aber auch regelmäßige Ereignisse wie Wahlen oder Sitzungen der Notenbank haben Einfluss auf das Börsengeschehen und können genutzt werden. Wissenschaftlich am besten untersucht ist der sogenannte Halloween-Effekt.

Bei der Halloween-Strategie erfolgt der Einstieg in den Aktienmarkt regelmäßig nach Halloween (31.10.), also Anfang November. Die Aktien werden dann bis Ende April gehalten. Sie sind bei dieser Strategie nur in den Wintermonaten in Aktien investiert und wechseln in den Sommermonaten in den sicheren Geldmarkt.

Der Halloween-Effekt wurde 2012 von Prof. Jacobsen von der University of Edinburgh in einer umfangreichen Studie für 108 Länder untersucht. In mehr als 81 von 108 Ländern konnte eine signifikant höhere Rendite in den Wintermonaten (November-April) gegenüber den Sommermonaten (Mai-Oktober) nachgewiesen werden. Der Effekt ist in den Industriestaaten und den stärker entwickelten Entwicklungsländern deutlicher ausgeprägt. Weit verbreitet ist der Halloween-Effekt in den Ländern Europas, Nordamerika und Asien. Der Halloween-Effekt hat im Laufe der Zeit nicht nachgelassen, denn Prof. Jacobsen untersuchte ihn bereits 2002 für 37 Ländern1. 10 Jahre später konnte er in 36 dieser Länder weiterhin einen Mehrwert der Halloween-Strategie gegenüber der Kauf-Halte-Strategie feststellen.

Und auch unser Test zeigt, dass mit dieser Strategie auch nach 2012 ein Mehrwert in Deutschland zu erzielen ist. Für den britischen Aktienmarkt sehen die Macher der Studie gute Chancen, mit der Halloween-Strategie den Markt zu schlagen. Bei einem Anlagehorizont von 5 Jahren wird eine Wahrscheinlichkeit von 80% und bei 10 Jahren von 90% angegeben, besser als der Markt abzuschneiden. Insgesamt sieht Prof. Jacobsen im Halloween-Effekt eine starke Marktanomalie, die in der jüngsten Vergangenheit eher zu- als abgenommen hat. Prof. Jacobsen sieht die Urlaubszeit und die Änderung der Lichtverhältnisse als Ursache für den Halloween-Effekt2.

Saisonale Strategie MDAX-ShortDAX-DAX

Rendite seit 2000 +633,61 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

16-Wochen-Strategie mit DAX-ETF

Rendite seit 2000 +470,36 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

16-Wochen-Strategie mit LevDAX-ETF

Rendite seit 2000 +2.128,87 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Halloween-Effekt Deutschland mit DAX-ETF

Rendite seit 2000 +217,33 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Halloween-Effekt Europa mit Stoxx 600-ETF

Rendite seit 2000 +132,31 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Halloween-Effekt USA mit S&P500-ETF

Rendite seit 2000 +100,96 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Halloween-Effekt Weltweit mit MSCI World-ETF

Rendite seit 2000 +141,22 %

Chance

Risiko

Bequemlichkeit

Trendfolge

„The trend is your friend, until it ends“ lautet das Motto bei einen Trendfolge-Ansatz. Das Grundprinzip ist einfach: man wartet bis sich ein ausreichend stabiler Trend ausgebildet hat und investiert dann in Richtung des Trends. Der Ausstieg erfolgt, wenn der Trend wieder in die Gegenrichtung gedreht hat. Daher werden Sie nie zum Tiefstpunkt einsteigen und zum Höchstpunkt wieder aussteigen.

Es wird abgewartet bis sich ein unterer Wendepunkt ausgebildet hat, bevor der Einstieg erfolgt. Dann folgt man dem Trend bis sich ein oberer Wendepunkt ausbildet. Sie verpassen am Anfang der Bewegung einen Teil des Trends und geben am Ende wieder einen Teil der Gewinne ab, bevor Sie aussteigen. Aus dem Mittelstück ziehen Sie Ihren Gewinn, der bei stabilen und länger andauernden Trendphasen recht ordentlich ausfallen kann. Volatile Seitwärtsphasen mit häufigen Trendwechseln sind Gift für diesen Ansatz und führen zu Verlusten.

Wann ein Trend gedreht hat, wird mit Hilfe von Indikatoren definiert. Der 200-Tage-Durchschnitt ist wohl der bekannteste der trendfolgenden Indikatoren. Überschreitet der der Kursverlauf seinen Durchschnitt von unten nach oben, so wird dies als Signal für einen Aufwärtstrend und für einen Einstieg gewertet. Sie bleiben dann so lange investiert, bis der Kursverlauf den Durchschnitt wieder unterschreitet und damit ein Abwärtstrend signalisiert wird. Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Indikatoren, mit deren Hilfe sich eine Trendwende beschreiben lässt. Alle beziehen die Kurshistorie einer Aktie bzw. eines Index ein und vergleichen diese mit dem aktuellen Stand des selben Wertpapiers. Ein Vergleich mit anderen Aktien, wie er bei Relative-Stärke-Ansätzen erfolgt, wird hier nicht vorgenommen. Daher wird dieser Ansatz in der wissenschaftlichen Literatur auch als absolutes Momentum bezeichnet.

Turtle-Investor mit 5 HDAX-Aktien

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Globale Trendfolge mit nur 2 ETFs

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